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 Die SDW-Klassen der Oberstufe

Zu den SDW-Klassen (Sonderpädagogische Diagnose- und Werkstattklassen) gehören die Oberstufenklassen 7 bis 9. Unser abschließendes Ziel in den drei Jahren der Oberstufe ist es, für unsere Schüler ein Beschäftigungsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bekommen. Hierfür bedarf es aber zunächst einer fundierten Berufswahlentscheidung unserer Schülerinnen und Schüler. Um diese treffen zu können, bereiten wir von der 7. Jahrgangsstufe an gezielt auf das Berufsleben vor.

Das Fach Berufs- und Lebensorientierung (BLO)

Mit Beginn der Berufsvorbereitung spielt das Fach BLO eine wichtige Rolle. Es  wird mit den bisherigen Kernfächern Deutsch und Mathematik sowie den anderen Fächern vernetzt unterrichtet. Es teilt sich in einen Theorie- und eine Praxisteil auf. Während die Schülerinnen und Schüler im Theorieteil erste Erfahrungen mit der Berufs- und Arbeitswelt sammeln, sich Gedanken über die Zusammenhänge von Mensch, Arbeit und Betrieb machen sowie Fragen der Lebensplanung und Lebensgestaltung aufwerfen und beantworten, können sie sich in den Praxisstunden in verschiedenen Bereichen ausprobieren und ihre Eignungen testen.

Die Besonderheiten der einzelnen Jahrgangsstufen

  • Die 7. Jahrgangsstufe
    In der 7. Jahrgangsstufe bekommen unserer Schülerinnen und Schüler einen ersten theoretischen Einblick ins Berufsleben. Dieser wird von außerschulischen Erfahrungen in Form von Arbeitsplatz- und Betriebserkundungen sowie von verschiedenen berufsorientierenden Maßnahmen privater Träger, an denen unsere Schülerinnen und Schüler kostenlos teilnehmen dürfen, begleitet. Am Ende der 7. Jahrgangsstufe haben unsere Schülerinnen und Schüler somit einen ersten Überblick über mögliche Arbeiten und Berufe im schulnahen Umfeld. Weiter konnten sie in den praktischen Teilen erste individuelle Erfahrungen sammeln und persönliche Neigungen feststellen.

  • Die 8. Jahrgangsstufe
    In der 8. Jahrgangsstufe werden die theoretischen Kenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler im Fach BLO-Theorie gefestigt und ausgebaut. Der wichtigste Teil sind jedoch die 5 Wochen Praktikum, die sich unsere Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung des jeweiligen Lehrers suchen und während der Schulzeit ableisten müssen. In 3 einwöchigen und 2 zweiwöchigen Praktika  finden sich unsere Schülerinnen und Schüler nun in den verschiedensten Handwerksbetrieben, auf dem Bau oder im Verkauf wieder. Begleitet werden die Schülerinnen und Schüler vom jeweiligen Klassenlehrer, der in Form von Besuchen sowie telefonisch Kontakt zu den Betrieben hält.

  • Die 9. Jahrgangsstufe
    Nicht wenige unserer Schülerinnen und Schüler finden am Ende der 9. Klasse den direkten Weg in ein Ausbildungsverhältnis. Als Sprungbrett dienen weitere 5 Wochen Praktikum. Basierend auf den Erfahrungen der 8. Klasse können sich unsere Schülerinnen und Schüler zunächst nochmal 2 Wochen in verschiedenen Berufsbereichen und Betrieben erproben. Das letzte, dreiwöchige Praktikum zu Beginn des zweiten Halbjahres ist dann für viele schon richtungsweisend. Wer jetzt seinen Traumberuf schon gefunden hat, kann sich bei entsprechenden Betrieben für ein Praktikum bewerben und bei dieser Gelegenheit gleich eine Bewerbung abgeben.
    Ein weiterer, wichtiger Bestandteil der 9. Jahrgangsstufe ist die Besichtigung verschiedenster Förderberufsschulen in näherer Umgebung. Schülerinnen und Schüler, die nach der Schulzeit bei uns noch keine Ausbildungsstelle haben finden dort die Möglichkeit, im BVJ oder in einer BvB-Maßnahme weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln. Für Schüler mit Ausbildungsstelle besteht für einige Ausbildungsberufe die Möglichkeit, die Inhalte der regulären Berufsschule in einer dieser Einrichtungen mit sonderpädagogischer Unterstützung zu erlernen.  


Was bei uns sonst noch passiert

Neben dem berufsorientierenden Teil, der im Fächerverbund eine zentrale Rolle bei uns einnimmt, legen wir auch sonst sehr viel Wert darauf, Unterrichtsinhalte für die Schülerinnen und Schüler anschaulich und begreifbar zu machen. Exkursionen wie die Besuche der 9. Klassen bei der jüdischen Gemeinde in Regensburg sowie die Fahrt in die KZ-Gedenkstätte nach Flossenbürg sind nur zwei Beispiele für die Öffnung unserer Schule nach außen.
Weiter bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern einen Erste-Hilfe-Kurs an. Am Ende des Kurses bekommt jeder Teilnehmer eine Bescheinigung. Diese wird in einigen Ausbildungsberufen ebenso verlangt wie im Rahmen der Führerscheinprüfung.

Die möglichen Schulabschlüsse


Schülerinnen und Schüler haben drei verschiedene Möglichkeiten, ihre Schullaufbahn bei uns zu beenden.

Wer keine Prüfung absolvieren möchte, verlässt uns am Ende der 9. Jahrgangsstufe ohne besonderen Schulabschluss. Für die anderen Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit, einen Abschluss im Bildungslehrgang Lernen oder gar den Mittelschulabschluss zu machen. Die geprüften Fächer sowie die Prüfungsdauer sind bei beiden Möglichkeiten identisch. Lediglich bei der Menge an Inhalten sowie bei der Komplexität der Aufgabenstellungen gibt es Unterschiede.

Die einzelnen Prüfungsteile sind die Projektprüfung, schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie eine gemeinsame Prüfung für die Fächer BLO/GSE/PCB. Mündlich werden unsere Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch geprüft.

Für die Schülerinnen und Schüler, die den Mittelschulabschluss bei uns nicht machen möchten bzw. noch etwas mehr Zeit brauchen die Lerninhalte zu erfassen, besteht die Möglichkeit, diesen später zum Beispiel an einer Förderberufsschule nachzuholen.